China – feine Teppichkunst mit klassischer Eleganz
China besitzt eine lange Teppichtradition mit unterschiedlichen regionalen Stilrichtungen. Handgeknüpfte chinesische Teppiche können sowohl großzügig angelegte Kompositionen als auch dicht ausgearbeitete Muster zeigen. Ihre Gestaltung reicht von floralen Ornamenten und Medaillons bis zur bildhaften und symbolischen Darstellungen.
Zum traditionellen Motivschatz gehören unter anderem Drachen, Blüten und stilisierte Pflanzen. Manche Entwürfe lassen zwischen den Ornamenten größere freie Flächen, während andere das gesamte Innenfeld mit Mustern füllen. Farbgebung und Bordüren unterscheiden sich je nach Herkunftsregion, Entstehungszeit und Werkstatt
Kunstseide – feiner Glanz und elegante Optik
Kunstseide ist eine gebräuchliche Bezeichnung für industriell hergestellte Fasern mit seidenähnlichen Aussehen. Häufig handelt es sich um Viskose, eine aus Zellulose gewonnene Regeneratfaser. Naturseide ist darin nicht automatisch enthalten.
Bei Teppichen werden solche Fasern vor allem wegen ihrer glatten Oberfläche und ihres Glanzes eingesetzt. Je nach Florrichtung und Lichteinfall können Farben heller oder dunkler wirken. Der Flor erhält dadurch eine changierende Optik, die sowohl flächige Gestaltung als auch einzelne Ornamente betonen kann.
Baumwolle – ein bewährtes Material in handgeknüpften Teppichen
Baumwolle ist eine natürliche Pflanzenfaser, die bei vielen handgeknüpften Orient- und Perserteppichen das Grundgewebe bildet. Sie wird häufig für Kette und Schuss verwendet und schafft eine feste, zugleich flexible Grundlage für den Flor.
Baumwollgarne lassen sich gleichmäßig und fein verarbeiten und eignet sich daher auch für dicht geknüpfte Teppiche. Die Angabe "Baumwolle" beim Grundgewebe beschreibt somit die tragende Konstruktion des Teppichs.